BFE bildet erneut Solarteure aus

Zertifikat schützt Kunden vor schwarzen Schafen

Regenerative Energien sind unaufhaltsam auf dem Vormarsch. So wollen immer mehr Menschen Sonnenenergie als umweltfreundlichen Rohstoff nutzen. Deshalb ist das Fachhandwerk gefragt, das die innovative Anlagentechnologie aus den Bereichen Solarthermie, Wärmepumpen und Photovoltaik installieren muss. Nur Fachhandwerksunternehmen können das und müssen entsprechend gut qualifizierte Kräfte haben.

Das Bundestechnologiezentrum für Elektro- und Informationstechnik (BFE) in Oldenburg hat auf die Entwicklung reagiert und bietet bereits den vierten Lehrgang zum Solarteur an, der am 10.09.2012 startet. „Der Lehrgang, der sich an Gesellen und Meister wendet, ist berufsbegleitend und umfasst 240 Stunden“, berichtet Raimund Wiesmann, Dozent am BFE und maßgeblich für den Lehrgang zuständig. „Die Teilnehmer sind alle zwei Wochen zwei Tage im BFE präsent. Darüber hinaus bestreiten sie per E-Learning einen großen Teil ihres Lernpensums“, berichtet der Elektroingenieur.

Ziel ist eine hohe Beratungs- und Planungskompetenz. Wie wichtig die ist, bestätigt auch Hendrik Baumann aus Wittmund, der gerade sein Zertifikat zum Solarteur überreicht bekommen hat. Er ist im elterlichen Betrieb tätig und erlebt, wie stark die Kundennachfrage nach alternativen Energien ist. „Für mich war schnell klar, dass ich Spezialkenntnisse benötige, die ich nur hier im BFE bekomme“, berichtet der 38-Jährige und nimmt deshalb die längere Anreise gern in Kauf. „Ich habe eine offizielle Prüfung abgelegt und bin in die Handwerksrolle eingetragen, das heißt, die Bezeichnung Solarteur ist geschützt.“

„Das ist ganz wichtig für die Kunden“, sagt Raimund Wiesmann. „Sie können sich so vor selbst ernannten Solarteuren schützen, die es zahlreich gibt.“ Ob Elektriker, Dachdecker, Gebäudeausbauer oder Sanitär- und Heizungsbauer - sie alle drücken im BFE noch einmal die Schulbank, um sich Spezialkenntnisse anzueignen. „Anfangs musste ich mich an die Lernerei wieder gewöhnen, aber nach kurzer Zeit klappt das gut. Außerdem werde ich dafür schließlich belohnt. Denn die Kunden achten sehr darauf, ob ein Handwerker bestimmte Qualifikationen hat“, weiß er aus Erfahrung. Nach seinem erfolgreichen Abschluss ist Hendrik Baumann dazu qualifiziert, Beratung, Montage, Inbetriebnahme und Kundendienst in diesem Bereich selbstständig durchzuführen.

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